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So Brechen Sie Aus Ihrem Gedankengefängnis Aus

So brechen Sie aus Ihrem Gedankengefängnis aus

„Jetzt sind wir schon so lange zusammen, da ändert sich sowieso nichts mehr“ oder „Das haben wir schon immer so gemacht“. Überzeugungen, Gedanken, Glaubenssätze limitieren uns, schränken uns und somit auch unsere Beziehungen ein. Unbemerkt ist eine Mauer im Gedankengefängnis entstanden.

Es sind tief eingebrannte Pauschalaussagen oder selbstauferlegte Regeln und Riten, die in ihrer prägnanten Art einen Anspruch auf uneingeschränkte Gültigkeit erheben. „Das macht man so und nicht anders…..“. Doch diese nicht hinterfragten Überzeugungen haben eine unangenehme Eigenschaft: Sie schränken unser Denken und Handeln ein!

Sicherheiten – Illusion oder Wirklichkeit?

Warum bauen wir uns solche Gedankengefängnisse? Weil wir unsere Zelle als sicher und bequem empfinden. Unsere Zelle ist uns vertraut, denn schließlich haben wir sie selbst gebaut. Die Welt da draußen ist ein dunkler und beängstigender Ort – es lauern Gefahren, die wir nicht abschätzen können. Ein guter Grund also, stehen zu bleiben und den Weg nicht zu gehen.

Je älter die Gefängniszelle und je mehr Patina die Gitterstäbe haben, desto schwerer wird es, zu entkommen. Dafür sorgt unser innerer Schweinehund, der stets daran erinnert, was bequem ist und was nicht. Aber Vorsicht: Dadurch geben wir freiwillig die Chance auf, neue Seiten an uns zu entdecken, persönlich zu wachsen und uns weiterzuentwickeln.

Vielleicht inspiriert Sie – wie mich – die Aussage des englischen Schriftstellers Charles Reade:

„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.“

Was können wir stattdessen tun?

3 Steps to go

1. Autopiloten ausschalten

„Warum mache ich das überhaupt?“ „Was passiert, wenn ich das konträr zu meiner üblichen Logik angehe?“ „Was könnte der „worst case“ sein?“ Es ist sehr hilfreich, von Zeit zu Zeit Prozesse und Routinen bewusst in Frage zu stellen.

Das eigene Hinterfragen ist der Türöffner für unsere persönliche Entwicklung. Wir drehen das Schloss um und es macht „klick“. Die Tür öffnet sich und wir können endlich unsere Gefängniszelle verlassen!

Aber eins sollte klar sein: Unsere Überzeugungen werden meistens von unsere Unsicherheit genährt.

Wenn wir also beim nächsten Mal uns wieder dabei ertappen, wie wir uns selbst ins Gedankengefängnis einsperren, ist es Zeit, innezuhalten! Und dann über unsere Schulter schauen und uns fragen:  „Ist das wirklich so?“

2. Eigenes Mantra formulieren

Neben dem bewussten Innehalten und dem Sich-selbst-über-die-Schulter-schauen, braucht es noch eine weitere Zutat: Ein Mantra, das den eigenen limitierenden Überzeugungen entgegenwirkt! Zum Beispiel ertappen wir uns bei dem Gedanken, zu alt, zu jung, zu dick, zu dünn, zu schüchtern, zu dumm, zu unerfahren oder was auch immer zu sein. Deshalb probieren wir erst gar nichts Neues und wollen mal wieder unsere Komfortzone nicht verlassen. Jetzt geht es darum, uns ein geeignetes Mantra zu suchen, wie zum Beispiel „Ich möchte mit meinem Partner so lange wie möglich glücklich bleiben und dafür tu ich etwas!“

3. Nichts dem Zufall überlassen

Der erste Schritt ist getan und wir haben uns fet vorgenommen, aus unserem Gedankengefängnis auszusteigen. Prima. Doch wir dürfen in unseren Formulierungen nicht schwammig bleiben und müssen Sätze wie: „Ich werde bald mal damit beginnen, mehr XY zu wagen!“ unbedingt vermeiden. Denn: “Mehr” ist keine Zahl und “bald” ist keine Zeit, sondern Ausreden (Achtung: der innere Schweinehund lässt grüßen!“

Werden Sie konkret. Wenn Ihnen das schwer fällt, suchen Sie sich Unterstützung. Sprechen Sie mit Ihrem Partner darüber. Vielleicht hat er oder sie Lust, mit Ihnen  gemeinsam aus dem Gedankengefängnis auszubrechen. Das macht nicht nur Spaß, sondern pflegt auch die Beziehung.

Sollte Ihr Partner kein Interesse haben oder sollten Sie Single sein, überlegen Sie sich, ob jemand Ihr Mentor sein könnte? Oder melden Sie sich zu einem Kurs an. Die Angebote sind vielfältig.

Brechen Sie aus Ihrem Gedankengefängnis aus. Denn das macht den Unterschied!

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und freue mich über Kommentare, wie Sie mit diesem Thema umgehen oder welche Erfahrungen Sie gemacht haben.

Herzlichst

Ihre

Birgit Natale-Weber

 

 

Foto von Andrea Piacquadio von Pexels

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