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Liebe – Das Ewige Chaos! Die 4 Säulen Einer Glücklichen Beziehung

Liebe – das ewige Chaos! Die 4 Säulen einer glücklichen Beziehung

Woran erkenne ich, ob ich in der richtigen Beziehung bin? Ist es noch Liebe oder nur noch Gewohnheit? Denn wo Gewohnheiten ins Spiel kommen, tauchen Zweifel auf. Liebe – das ewige Chaos der Gefühle.

Wenn das Gefühl frischer Verliebtheit langsam verschwindet, wird das Gefühl von Geborgenheit und Zuhause im Alltag stärker. Allerdings führen wiederkehrende Muster auch zur Unsicherheit, ob die Beziehung tatsächlich die „Liebe des Lebens“ ist. Das Gefühlschaos beginnt. Gefangen zwischen Zweifel und Misstrauen, begeben wir uns auf die Suche nach den richtigen Antworten.

Welche Indikatoren gibt es für die Liebe, damit eine glückliche Beziehung gelingen kann? Nach über 30 Jahren Ehe weiß ich aus eigener Erfahrung, worauf es ankommt.

Das Vertrauen

Vertrauen zählt zu den wichtigsten Faktoren einer funktionierenden Beziehung. Fehlt es, kann die Liebe noch so groß sein, die Beziehung wird scheitern. Zweifel und Kontrolle schleichen sich langsam ein. Die Liebe gerät ins Stocken. Doch wie schaffen wir es, selbst vertrauensvoll zu sein und unserem Partner „blind“ zu vertrauen?

  • Unser Bewusstsein: Erst wenn wir unsere Stärken und Schwächen sowie unsere Gefühle und Motive für bestimmte Verhaltensweisen kennen, sind wir in der Lage, unser Handeln bewusst zu erleben und zu beeinflussen.
  • Unsere Ehrlichkeit: Können wir der realen Umgebung ins Auge blicken, akzeptieren wir auch unangenehme Rückmeldungen.
  • Unsere Konsequenz: Wir handeln nach unseren Werten, auch für den Fall, dass wir uns dadurch Nachteile einhandeln.
  • Unsere Aufrichtigkeit: Wir sind bereit, unsere negativen Seiten nicht zu verleugnen.

Diese Kriterien führen letztendlich dazu, dass wir authentisch sind. Wir werden als verlässlich gesehen und strahlen Vertrauen aus. Bewusst nehmen wir unseren Partner wahr und entwickeln ein Gefühlt dafür, ob auch er diesen Kriterien entspricht.

Der Respekt

Neulich in einem Beratungsgespräch erzählte mir mein Klient, er sei viel klüger als seine Frau. Dadurch ergäben sich auch keine Gemeinsamkeiten. Denn während seine Frau sich irgendwelchen Kochrezepten widme, liest er intellektuelle Literatur, verriet er mir.

Oftmals sind es Männer, die so etwas sagen. Sie stehen seit Jahren erfolgreich im Berufsleben, wissen, wie man sich artikuliert und stufen sich als weltgewandt ein. „Profane“ Themen über die Familie oder Hobbys sind ihnen oftmals zu bieder und langweilig. Doch wie fühlen sich die „Zuhause Gebliebenen“, die immer nach oben schauen müssen und sich klein fühlen?

Wo echte Liebe hinfällt, sollte man ihr beim Aufstehen helfen – und nicht auf sie herabsehen. Wer moralisch und intellektuell überlegen ist, verliert oft die Augenhöhe zum Partner. Und das führt langfristig zum Verlust von Respekt und Achtung. Die Überlegenen fühlen sich in der Machtposition während die Unterlegenen an ihrem Selbstwertgefühl zu knabbern haben.

Auch der Ton macht die Musik. Manchmal, wenn ich Paare beim Dialog zuhöre, habe ich das Gefühl, dass ein Elternteil mit seinem Kind spricht. Entweder wechseln sich Belehrungen und Zurechtweisungen ab oder Verniedlichung gibt dem Gegenüber das Gefühl des „Nicht ernst genommen“-Werdens.

Deshalb ist die Augenhöhe innerhalb einer Beziehung sehr wichtig für den Verlauf einer länger anhaltenden Partnerschaft.

Die Kommunikation

Schieben Sie nichts auf die lange Bank. Pflegen Sie mit Ihrem Partner einen offenen Umgang und achten Sie darauf, dass Konflikte ausgetragen werden, solange sie aktuell sind. Es ist keinem geholfen, wenn nichts gesagt wird, dafür aber Monate später plötzlich und unerwartet der „verschluckte Frust“ hochkommt.

Auch wenn es abgestumpft klingen mag: Fragen Sie nach wenn Sie sich unverstanden fühlen. Das Fatalste beim Kommunizieren von Paaren ist das nebeneinander her reden. Immer wenn wir uns angegriffen fühlen, flüchten wir oder gehen in den Angriff über: Und das bedeutet Kampf.

Deshalb ist es sinnvoll, nachzufragen. Erstens kann der Frager in Ruhe klären, ob er alles richtig verstanden hat. Und der Gefragte hat die Möglichkeit, seine Absicht klarer zu definieren. Sprechen Sie daher alles an und bedenken Sie: Wenn ich mit meinem Partner, mit dem ich bis ans Lebensende zusammen sein möchte, nicht alles sagen kann, wem dann?

Die Nähe

Streicheln Sie sich regelmäßig? Achten Sie auf zärtliche Küsse zwischendurch? Manche von Ihnen werden vielleicht sagen „Selbstverständlich!“ Meine Coachings lassen aber andere Schlüsse zu: Viele Paare haben es verlernt, Zärtlichkeiten auszutauschen. Dabei ist es genau das, was sie jeder für sich sehnsüchtig wünschen.

Liebevolle Nähe und ungezwungene Körperlichkeit ist für die Liebe unabdingbar. Trotzdem sollten sich zärtliche Berührungen, der Kuss oder die feste Umarmung gut anfühlen. Gefälligkeitsdienste und Pflichtgefühle sind hier fehl am Platz (auch hier gilt: Ehrlichkeit!). Wo äußere Distanz herrscht, ist mit Sicherheit innere Distanz entstanden.

Auch wenn der Sex mit den Jahren nicht mehr so prickelnd zu sein scheint, sollte er vor allem Spaß machen! Und wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Das Internet liefert in solchen Fällen bereichernde Ideen.

Liebe – Das ewige Chaos

Langjährige Partnerschaften sind harte Arbeit. Sind die anfänglichen Schmetterlinge erst einmal verflogen, geht es um die wahre Beziehungsfähigkeit. Wer also eine glückliche Beziehung anstrebt, sollte wissen, dass die Liebe kein „Ponyhof“ ist.

Hier finden Sie weitere Tipps zu der Frage „Eine perfekte Beziehung – gibt es das überhaupt?“

Ich wünsche Ihnen auf Ihrem gemeinsamen Weg viel Beständigkeit, Geduld und die immer wieder kehrende Neugier, sich als Paar wieder ein Stück näher zu kommen.

Herzlichst

Ihre Birgit Natale-Weber

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Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. „Eine glückliche Liebe hat immer drei Wurzeln: Die Bereitschaft, den Anderen als das anzunehmen, was er ist, ohne ihn verändern zu wollen. Das Vertrauen in die gegenseitige Zuneigung, ohne Beweise zu verlangen. Den Mut, das Herz zu öffnen, ohne Netz und doppelten Boden.“ Buddha – Liebe Grüsse aus Osnabrück

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