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Heute Tu Ich’s: Entscheidungen Treffen Ohne Zweifel!

Heute tu ich’s: Entscheidungen treffen ohne Zweifel!

Bei einem Event lief mir kürzlich zufällig meine Bekannte Babsi über den Weg. Wir hatten uns schön längere Zeit nicht gesehen. Wegen eines verlockenden Jobangebots ihres Mannes planten die beiden nach Hamburg zu ziehen. Enthusiastisch und aufgeregt erzählte sie mir damals, dass sie sich dort endlich selbständig machen wolle.

Tja, und als ich sie jetzt wieder traf, fragte ich natürlich zuerst: „Und wie läuft’s in Hamburg?“ Traurig schaute sie mich an. Aus ihren Plänen ist leider nichts geworden. Viele ihrer Bekannten haben ihr abgeraten. Umso mehr Leute sie nach ihren Meinungen fragte, desto größer wurde ihre Unsicherheit.

„Jetzt haben wir eine Familie gegründet und zwei süße Kinder. Meine beruflichen Pläne habe ich erst einmal an den Nagel gehängt. Als Familienmanagerin bin ich voll ausgelastet, weißt Du.“ rechtfertigt sie sich am Ende.

Schade, dachte ich. Warum traut sie sich nicht? Wo ist ihr Mut? Das ist doch ein Versuch wert. Anstatt ihren Traum zu verwirklichen, war bei ihr Entscheidungslähmung eingetreten. Dabei wird das Zögern sie irgendwann wieder einholen.

Sicher ist, dass nichts sicher ist!

Wir kennen das alle: Eine wichtige Entscheidung steht an! Was tun wir? Tage und Wochen verbringen wir damit, Listen zu erstellen und Leute um Rat zu fragen. Solange bis wir Schlamassel im Kopf haben. Das eigene Bauchgefühl ist verstummt, unsere Erfahrungen sind verschüttet.

Letztlich passiert GAR NICHTS! Es fühlt sich sicherer an, eben nichts zu tun. Wir fürchten uns davor, dass unsere Entscheidung tiefgreifende Konsequenzen auf unser gesamtes Leben haben könnte. Der Punkt aber ist: Nicht alle Entscheidungen sind gleich!

Wir können unterscheiden zwischen irreversiblen Entscheidungen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind, wie zum Beispiel ein Kind zu bekommen, und irreversiblen Entscheidung, die umkehrbar sind, wie beispielsweise der Kauf eines Hauses oder den Sprung in die Selbstständigkeit.

Die häufigsten Entscheidungen können wir wieder rückgängig machen, wie zum Beispiel das Haus zu verkaufen oder sich nach viele Jahren wieder zu trennen. Dafür zahlen wir einen Preis des Ausprobierens. Das ist fair und gehört zum Leben, oder?

Langes Zweifeln ist zwecklos!

Jeff Bezos, der tagtäglich Entscheidungen zu treffen hat, greift auf eine kluge Differenzierung zurück: Er unterscheidet zwischen zweiseitigen Türen, die auf beiden Seiten einen Türgriff haben und zufallende Türen, die nur auf der einen Seite einen Türgriff haben.

Er ist sich bewusst, dass es einige wenige Entscheidungen gibt, bei der die Tür für immer zufällt und es kein Zurück mehr gibt. Hier sollten wir uns methodisch und sorgfältig entscheiden. Denn wenn wir am Ende nicht mögen, was wir auf der anderen Seite vorfinden, ist der Drops gelutscht.

Doch die meisten Entscheidungen sind umkehrbar! Es sind Türen mit zwei Türgriffen. Stellen wir fest, dass wir in eine Sackgasse geraten sind, können wir wieder zurückgehen. Dass wir auch diese Entscheidungen trotzdem gut überlegen sollten, steht außer Frage.

Entscheidungen unterscheiden

Wenn Sie also wieder vor einer Entscheidung stehen, fragen Sie sich: „Ist das eine zufallende Tür oder eine Tür mit zwei Türgriffen?“ Handelt es sich um eine Tür mit zwei Türgriffen, entscheiden Sie sich schnell. Damit meine ich intuitiv, nach Bauchgefühl. Hier ist langes Zweifeln zwecklos! Probiert es einfach aus.

Handelt es sich aber um eine zufallende Tür, fragen Sie sich zunächst, ob Ihre Interpretation stimmt. Denn viele Entscheidungen, die zunächst unumkehrbar erscheinen, sind Türen mit zwei Griffen. Schauen Sie sich deshalb die Türen ganz genau an. Vielleicht verbirgt sich hinter der anderen Tür ein Türgriff.

Oder Sie schrauben einfach selbst eine Klinke dran!

Viel Erfolg bei Ihren nächsten Entscheidungen.

Herzlichst

Ihre

 

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