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5 Wege, Wie Sie Gelassen Durch Die Wechseljahre Kommen

5 Wege, wie Sie gelassen durch die Wechseljahre kommen

Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich meine Freundin – sie war damals 45 Jahre alt – belächelt als sie sagte: „Komm Du mal erst wie ich in die Wechseljahre. Dann will ich Dich mal hören.“ Nie hätte ich geglaubt, dass sie recht haben könnte.

Wir Frauen in diesem Alter sitzen alle im selben Boot. Jetzt, wo unsere Kinder aus dem Haus sind und wir wieder durchatmen könnten, geht das Dilemma von neuem los: Schweißausbrüche, Menstruationsbeschwerden, Stimmungsschwankungen. Termine beim Frauenarzt und dem Heilpraktiker stehen im Terminkalender.

Der Unterschied zwischen Mann und Frau

Während der gleichaltrige Ehegatte seine Midlifecrisis im Sport, bei Abenteuerprogrammen oder im Fitnessstudio bewältigt, liegen wir frustriert mit einem Weinglas auf der Couch und bemitleiden uns selbst. Die Männer finden sich weiterhin sexy und unwiderstehlich, wir Frauen uns schrecklich und unattraktiv.

Während die Herren souverän ihre Unsicherheit überspielen, sind wir Damen Weltmeisterinnen im Sabotieren unseres Ichs. Schuldgefühle, Selbstzweifel, Bescheidenheit plagen uns. Wir trauen uns nicht, unseren Erfolg nach außen zu tragen und reden lieber über unsere Schwächen.

Was wir uns nicht vorstellen können: Auch Männer haben ihre „Problemchen“, reden aber nicht so häufig darüber. Mit unseren Gefühlen in den Wechseljahren sind sie oftmals schlichtweg überfordert.

Hier meine fünf Empfehlungen, die Sie entspannt durch die Wechseljahre bringen:

1.  Sagen Sie JA zu sich selbst und übernehmen Sie Verantwortung

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie es sich anfühlt im Loch zu sein. Im zarten Alter von 18 Jahren steckte ich in einer Depression fest und wollte aufgeben. Antriebslos hing ich in meiner Wohnung herum und wartete darauf, gerettet zu werden. Bloß es kam niemand.

Kennen Sie das? Sie sitzen beim Friseur und erzählen ihre „Tragödie“, doch wenn Sie nachhause fahren, kommt die Tragödie wieder mit? Oder Sie tauschen sich mit Ihren Freundinnen aus, die Unmengen an Tipps haben, aber nichts hilft? Das liegt daran, dass nur Sie selbst sich retten können!

Ab dem Tag, als ich bereit war, Verantwortung zu übernehmen und „Ja“ zu meinem Leben sagte, ging es wieder bergauf. Eine wichtige Erfahrung, die mir heute durch meine Wechseljahre hilft. Es lohnt sich also, etwas für sich zu tun.

2.  Wer will, sucht Wege – Wer nicht will, sucht Ausreden

Ausreden sind etwas Wunderbares. Sie geben uns das Gefühl, beschäftigt zu sein und gebraucht zu werden. Somit füllen wir tagein tagaus unsere Zeit. Doch für WEN oder WAS opfern wir unsere Zeit? Abgelenkt bemerken wir gar nicht, dass das Kostbarste im Leben – nämlich UNSERE Zeit – verrinnt.

Wir sollten mutig unsere neue Lebensphase annehmen. Gerade in der heutigen Zeit gibt es unglaublich viele Möglichkeiten, sich mit dem Thema Wechseljahre zu beschäftigen. Neugierig sollten wir uns informieren und hinterfragen. Dann lernen wir auch unseren eigenen Körper besser kennen und akzeptieren ihn.

3.  Nur Mut beim Sex – Wecken Sie wieder Begehrlichkeiten

Ich finde es immer wieder traurig, wie viele langjährige Paare ab 40 keinen oder nur wenig Sex haben. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Sex gesund macht. Mehr als Sport oder ausgewogene Ernährung. Manche Frauen jedoch rennen lieber zum Arzt und lassen sich Medikamente gegen Schlafstörungen verschreiben.

Schade, denn endlich sind unsere Kinder aus dem Haus und wir könnten schlaflose Nächte mit unserem Partner verbringen. Stattdessen reden wir Frauen uns ein, dass wir „noch nie viel Sex gebraucht haben“ und die Männer suchen sich andere junge Objekte ihrer Begierde. Das muss aber gar nicht sein!

Gleichaltrige Singles leben es uns vor. Bei einem Gläschen Wein erklärte mir eine Bekannte: „Noch nie war mein Sex so spannend wie heute. Endlich weiß ich was mir beim Sex gefällt und wie ich ihn haben möchte. Das macht mich unglaublich selbstbewusst!“

Folglich macht Sex nicht nur gesund, sondern auch selbstbewusst und zufrieden. Und nicht zuletzt attraktiv. Warum also nicht mehr davon?

Auch in meiner Ehe gab es einige Diskussionen zu diesem Thema. Wir haben es geschafft, durch einfühlsame Gespräche unsere Wünsche und Vorstellungen auszutauschen. Und auch ich kann sagen: Meine Bekannte hat recht. Noch nie zuvor habe ich Sex so bereichernd empfunden, wie heute.

4. Stecken Sie Ihre Mitmenschen vor Begeisterung an

Wenn ich zufrieden bin, erziele ich die meiste Begeisterung bei meinen Mitmenschen. Mein „Ich“ versprüht dann so viel Lebensenergie, dass ich alle sofort anstecke. Ich genieße diese Zeit sehr, weiß aber auch, dass es nicht jeden Tag so sein kann.

Tatsächlich habe ich durch meine Krankheit noch immer viele Tage im Jahr, in denen ich mich nicht wohl fühle. Dann ziehe ich mich zurück. Trotzdem achte ich immer auf mein Äußerliches. Schöne Kleidung, schicke Schuhe, ein bisschen Schminke. Das päppelt mich oftmals so auf, dass ich begeistert von mir bin.

Wann waren Sie das letzte Mal von sich begeistert? Machen Sie den Test: Stellen Sie sich vor den Spiegel und beobachten Sie sich. Wie finden Sie sich? Schminken Sie sich ein bisschen und nehmen Sie die Veränderung war. Wenn Sie jetzt noch ein wenig lächeln, werden Sie sich besser fühlen.

5. Nutzen Sie die Zeit für Ihre Träume – Jetzt!

Wann hatten Sie zum letzten Mal Spaß? Wie oft lachen Sie mit Ihrem Partner? Wann wollen Sie Ihre gemeinsamen Lebensträume verwirklichen? Wechseljahre haben auch etwas Positives: Sie erinnern Sie daran, dass jetzt Ihre Zeit für Lebensträume gekommen ist, denn Sie haben Ihren Lebensmittelpunkt erreicht.

Vor einem Jahr haben wir uns – mein Mann und ich – einen Lebenstraum verwirklicht: eine kleines mallorquinisches Stadthäuschen im Nordwesten der Insel. Seitdem verbringen wir dort regelmäßig Zeit in der Sonne. Eine echte Steigerung unserer Lebensqualität, die uns viel positive Energie bringt und nebenbei unglaublich Spaß macht.

Was macht Ihnen Spaß? Welche Träume wollen Sie als Paar noch verwirklichen? Denken Sie daran: Unsere Uhr des Lebens kann nicht zurück gestellt werden. Deshalb seien Sie mutig und machen Sie sich auf Ihren Weg in die Freiheit.

Die Wechseljahre: Eine echte Chance, unseren neuen Lebensabschnitt entspannt zu begrüßen. Nicht für uns Frauen, auch für unsere Männer!

Ich freue mich, wenn ich Ihnen mit meinen fünf Tipps das Thema Wechseljahre ein bisschen erleichtern kann. Beginnen Sie gleich damit. Lachen Sie viel, tauschen Sie sich mit Ihrem Partner aus und genießen Sie Ihr Leben. Sie haben nur dieses Eine!

In diesem Sinne wünsche Ihnen alles Gute und grüße Sie ganz herzlich

Ihre Birgit Natale-Weber‚

PS: Bitte schreiben Sie mir, wenn auch Sie mitten in den Wechseljahren stecken und nicht weiter wissen. Mit kleinen Mitteln kann man manchmal Großes bewirken. Gerne helfe ich Ihnen dabei.

 

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Hallo Frau Natale- Weber,

    seit einiger Zeit verfolge ich mit großem Interesse Ihre Beiträge.
    Heute hatte ich den Mut, Ihnen einmal zu schreiben.
    Ich bin 53 Jahre und seit 30 Jahren verheiratet, habe zwei Kinder im Alter von 23 und 26.
    Meine Frau ist 51 Jahre und seit gefühlten 6 Jahren in den Wechseljahren.(sagt sie)

    Das ist auch unser Problem! obwohl ich glaube, dass meine Frau das nicht so sieht.
    Als es bei ihr mit 45 losging, zog sie sich zurück. Sie suchte ständig nach Ausreden, ich bin zu dick, unattraktiv, ich habe Kopfschmerzen, Du, immer willst du Sex…die Kinder sind im Haus usw.
    Ich habe mich wirklich bemüht, machte ihr Komplimente, kaufte ihr schöne Dessous, bin mit ihr zum shoppen gegangen, habe sie in schöne Restaurants ausgeführt, doch sobald ich ihr ein wenig näher kam wendete sie sich von mir ab und ich hörte wieder eine von ihren Ausreden. Ich liebe meine Frau, mir fehlt aber der Sex, die Berührungen, Zärtlichkeit und das Küssen. Wir haben uns vor drei Jahren das letzte Mal einen Zungenkuss gegeben und genauso lange hatten wir jetzt auch schon keinen Sex mehr, drei Jahre!

    Wir Männer haben auch unsere Wechseljahre, ich glaube aber dass wir das anders verarbeiten, z.B. beim Sport. Viele von meinen Freunden und Bekannten geht es glaube ich ähnlich, sie reden aber nicht darüber. Die Symptome sind überall gleich, der eine fängt an wie ein verrückter Rad zu fahren, der andere hat sich eine Harley gekauft, andere gehen ins Fitness Studio, ich z.B. auch und warum? weil wir uns beweisen müssen! wir finden es gut, wenn auf einmal die jüngere Kollegin uns zuzwinkert!

    Unsere Kinder sind vor zwei Jahren zuhause ausgezogen, wegen Studium und Berufsausbildung. Leider hat sich an unserer Situation nichts verändert.
    Könnten Sie mir einen Tipp geben? Ich bin ratlos!

    Viele Grüße
    Bernd H.

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