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Laptop Meets Windeln – Der Normale Wahnsinn Berufstätiger Mütter

Laptop meets Windeln – Der normale Wahnsinn berufstätiger Mütter

 


Die Rolle der Frauen hat sich in den letzten Jahren verändert. Hinter dem Herd stehen und die Kinder erziehen, ist ihnen zu wenig. Sie wollen sich beruflich verwirklichen, sind erfolgsorientiert und kreativ. Sie haben viel um die Ohren und ihr Alltag ist oft minutiös durchorganisiert.

Um dies zu schaffen, stellen Sie sich täglich dem ganz normalen Wahnsinn. Es sind Situationen, die berufstätige Mütter #workingmoms sicherlich wiedererkennen.

Der ganz normale Wahnsinn

Der Wecker klingelt, ich schrecke auf. Die Nacht war irgendwie kurz. Gähnend stehe ich auf, strecke mich und geh ins Bad. Das Rauschen des Rasierers im Ohr, bekomme ich das erste „to do“ des Tages: „Schatz, kannst Du bitte meinen Anzug aus der Reinigung holen? Bei mir wird’s heute Abend später.“

„Klar kann ich“, quetsche die letzten Reste der Zahnpasta aus der Tube, tausche die leere Toilettenpapierrolle aus und bürste dabei meine Haare. Beim Zähneputzen gehe ich Schritt für Schritt meinen Tagesablauf durch? Achja, die Reinigung darf ich nicht vergessen, ermahne ich mich selbst.

Der Rest läuft automatisch. Anziehen, Jan Philipp wecken, Frühstück vorbereiten, Jan Philipp zum zweiten Mal wecken, die Bürotasche packen. Laptop nach Akku prüfen. Verdammt, leer, schnell noch laden. Eier vom Herd nehmen, Smoothie mixen, Müsli mischen, denn gesunde Ernährung ist mir wichtig.

Mit lauter Stimme wecke ich Jan Philipp zum dritten Mal. Ab ins Bad, Zähne putzen, ausspülen, fertig. „Prima gemacht“ lobe ich ihn. Kinder mit drei Jahren müssen häufig gelobt werden, habe ich in einer Fachzeitschrift gelesen.

Das Anziehen geht schnell, denn ich habe seine Kleidung am Vorabend herausgelegt. „Schatz, ich gehe. Bis heute Abend“ ruft Thorsten, mein Mann. Ein Blick auf die Uhr verrät, dass ich mich beeilen muss. Heute steht ein wichtiges Kundengespräch an. „Hoffentlich macht mir Jan Philipp keinen Strich durch die Rechnung“ denke ich.

The Show must go on

Im schicken Kostüm mit passenden Pumps und Handtasche, stürze ich mit Jan Philipp zur Rechten und bepackt mit Schlüsselbund, Laptop und Kindergartenbeutel zur Linken zum Auto. Ich bin spät dran, hoffentlich ist kein Verkehr. Wegen der liegengelassenen Banane für Jan Philipp renne ich zurück ins Haus, übersehe den Abholschein der Reinigung, um dann Richtung Kindergarten zu düsen.

Als ich Jan Philipp abgebe und plötzlich mein Handy klingelt, höre ich den Unmut zweier neben mir stehenden Mütter, die mir unmissverständlich zum Ausdruck bringen, ich solle mich doch mehr um mein Kind kümmern, als um meinen Job.

Das hat gesessen, aber ich lasse mir nichts anmerken. „Blöde Kuh“, denke ich, aber mein Gewissen, eine schlechte Mama zu sein, wächst an. Ich krieg das schon hin, ich bin selbstbewusst und stark, beruhige ich mich während der Autofahrt. Dass an solchen Tagen alle Ampeln auf rot springen, ist völlig normal.

Meine Projekt-Präsentation läuft super. Der Kunde gibt sein „go“ und ich wachse vor Stolz um drei Zentimeter. Zufrieden erledige ich meine restlichen Arbeiten und freue mich auf Jan Philipp, mit dem ich den Nachmittag auf dem Spielplatz verbringen will. Während ich auf der Bank sitze und mit meiner Kollegin telefonisch noch einige Fragen kläre, ist Jan Philipp beim Bauen einer Sandburg völlig in seine Welt abgetaucht.

Nichts ist unmöglich

Für den Bruchteil einer Sekunde fühle ich mich glücklich und atme durch. Doch noch bevor ich diesen Moment auskosten kann, ruft Thorsten an. Ein Arbeitskollege kommt überraschend zu Besuch. Ich solle bitte einkaufen und etwas Leckeres für den Abend vorbereiten. Das sei doch ok, oder?

Mit Jan Philipp im Schlepptau, sause ich durch den Supermarkt, besorge Blumen für die Deko, rase nachhause und bereite das Essen vor. Noch bevor ich mich umziehen kann, steht plötzlich Michael mit seinem Kollegen vor mir, erklärt mir, dass er Vegetarier ist und allergisch gegen Wein. Na, das wird ja ein toller Abend.

Todmüde falle ich gegen Mitternacht ins Bett. Meine Füße sind geschwollen und mein Nacken schmerzt. Ich spüre, wie sich Thorstens Arme um meine Hüfte schlingen und er mich an sich zieht. Natürlich weiß ich, was er will. Ich schließe aber die Augen, seufze und sage: „Heute nicht, ich bin so müde.“

Beleidigt dreht er sich auf die andere Seite und ich höre noch „war ja klar“. Ich will noch etwas sagen, als Jan Philipp weinend in der Tür steht. Ich stehe auf und tröste ihn. Vom Schlafzimmer aus höre ich ein lautes Schnarchen und denke: „Irgendwie habe ich mir das damals anders vorgestellt.“ …

Zwischen Frauenpower und Gefühlsschlamassel

Wie fühlen sich Frauen, wenn Sie versuchen, alles unter einen Hut zu bekommen?

Ich fühle mich von meinem Mann missverstanden. Den ganzen Tag bemühe ich mich, um die Familie und den Haushalt am Laufen zu halten. Und dann muss ich mir noch vorwerfen lassen, dass ich zu viel beruflich unterwegs bin. Aber ich möchte meine berufliche Unabhängigkeit auf keinen Fall aufgeben. Ist das egoistisch?“ fragte mich eine Klientin.

Dieses Gefühlsschlamassel berufstätiger Frauen begegnet mir häufiger. Sie haben ein schlechtes Gewissen und fragen sich nicht selten, ob sie wirklich gute Mütter sind. Die Partnerschaft gerät ins Wanken. Das Unverständnis des Partners reißt einen Graben zwischen das Paar.

Banale Streitereien entstehen wie kleine Gewitterwolken am Horizont, die plötzlich im Sturm enden. Das Kuriose: Am Ende weiß keiner der beiden Betroffenen so recht, wann genau der Konflikt entstanden ist.

Auch mir ist es vor vielen Jahren so ergangen. Zum Schluss haben wir uns im Kreis gedreht, weil keiner von seiner Meinung abweichen wollte. Erst durch professionelle Hilfe haben wir gelernt, uns Zeit füreinander zunehmen, uns zu respektieren und aussprechen zu lassen Bedürfnisse können wir mittlerweile selbstverständlich ansprechen. Dies hat mir geholfen, meine Rolle als Mutter, Partnerin und Berufstätige zu meistern.

Haben Sie auch das Gefühl, ab und zu überfordert zu sein? Verlässt Sie auch manchmal der Mut und Sie stellen alles in Frage? In meinem 15-minütigen Gratis Coaching gebe ich Interessierten erste wertvolle Tipps, die sie sofort umsetzen können. Ich lade Sie herzlich ein und mich persönlich kennen zu lernen.

Rufen Sie mich an oder vereinbaren Sie gleich auf meiner Startseite (www.natale-weber.de) einen Termin.

Let’s talk about your love. Ich freue mich auf Sie.

Ihre

Birgit Natale-Weber

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